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Kugelgürteltiere - immer im Ballbesitz

Foto: Tânia Rêgo/ABr, CC 3.0Foto: Tânia Rêgo/ABr, CC 3.0

Fuleco

so heißt das Maskottchen der Fußball-WM in Brasilien. Und selten hat ein Tier so gut zur WM gepasst, wie das Dreibindengürteltier, denn es kann sich bei Gefahr zu einer etwa fußballgroßen Kugel zusammenrollen. Ein paar Informationen zu der leider vom Aussterben bedrohten Tierart hat für Euch Abenteuer Regenwald zusammengetragen:

Gürteltiere sehen aus wie Urzeit-Geschöpfe – kein Wunder: Sie leben seit rund 60 Millionen Jahren auf dem südamerikanischen Kontinent. Erst als Süd- und Nordamerika zusammenwuchsen, wanderten zwei der 21 Arten auch über die Landbrücke nach Norden. Hier geht es aber vor allem um das Kugelgürteltier, das hauptsächlich in Brasilien lebt und WM-Maskottchen ist.

Panzer mit Gürtel. Eine geniale Idee …

… um für das Leben gewappnet zu sein. Denn der Panzer des Gürteltiers ist nicht wie bei der Schildkröte ein starres Ganzkörper-Korsett. Er wölbt sich nur über Rücken, Kopf und Schwanz, der behaarte Bauch bleibt frei. Genial an diesem Panzer: Er wird durch Hautfalten in der Mitte unterbrochen. Dazwischen liegen Ringe aus Knochen, die aussehen wie Gürtel. Das Kugelgürteltier besitzt 3 Ringe und heißt deshalb auch Dreibinden-Gürteltier. Seine Gestalt macht es so biegsam, dass Feinde verzweifeln:

Hier beißt sich der Fuchs die Zähne aus

Die beiden Arten der Kugelgürteltiere bewohnen das offene Grasland, die Dornenbuschsavannen und trockenen Wälder in der Mitte Südamerikas: Brasilien, Bolivien, Paraguay und Nordargentinien. Das Nördliche Kugelgürteltier ist ausschließlich in Brasilien zu Hause – so wurde es zum Maskottchen der Weltmeisterschaft. Droht Gefahr, macht es sich rund. Die Beine versteckt es im Innern der Kugel, gepanzerter Kopf und Schwanz bilden den Deckel. Keine Chance für Mähnenwolf und Fuchs oder sonstige Räuber. Allein der Mensch ist eine Gefahr für das Kugelgürteltier. Weil das Fleisch so gut schmeckt und der Lebensraum verschwindet.

Ganz schön sportlich!

Laufen, Springen, Schwimmen – ihr Panzer hindert Gürteltiere nicht an Höchstleistungen: Werden sie verfolgt, können sie von jetzt auf gleich einen schnellen Galopp hinlegen. Über kurze Strecken schütteln Gürteltiere sogar einen Menschen ab. Erschrickt es sich, hüpft es bis zu 80 Zentimeter in die Luft. Beim Schwimmen und Tauchen hat das Neunbinden-Gürteltier die Nase vorn. Will es einen Fluss überqueren, hat es zwei Möglichkeiten zur Auswahl – je nachdem, wie tief das Wasser ist oder wie weit es schwimmen will: Für größere Entfernungen pumpt es Luft in Magen und Darm, so geht es beim Paddeln nicht unter. Flache Gewässer durchquert es tauchend auf dem Grund.

Mehr über das Gürteltier und den Regenwald erfahrt Ihr direkt beim Abenteuer Regenwald!